László Mititzky spielte als Offizier der Königlich Ungarischen Luftstreitkräfte eine bedeutende Rolle bei der Ausbildung ungarischer Jagdflieger im Zweiten Weltkrieg.Als Oberleutnant diente er auf dem Flugplatz Kecskemét, wo er die Fliegerstaffel II/6 befehligte. Dank seiner herausragenden Führungsqualitäten stieg er innerhalb der sich formierenden Luftwaffe rasch in höhere Positionen mit größerer Verantwortung auf.
Im Jahr 1940 diente er bereits im Rang eines Hauptmanns. In dieser Zeit wurde er zum Kommandanten der 1. Staffel der Flugzeugführerschule (REGVI) in Steinamanger (Szombathely) ernannt. Zeitgenössische Aufzeichnungen beschreiben ihn als disziplinierten Kommandeur, der die Ausbildung der Kadetten persönlich leitete, darunter spätere Legenden wie das Fliegerass György Michna.
Als Jagdfliegerkommandant steuerte er die modernsten Flugzeuge seiner Zeit. Während seiner Dienstzeit flog er den wendigen Doppeldecker Fiat CR.32 und später auch die legendäre Messerschmitt Bf 109, die das Rückgrat der Jagdabwehr der Königlich Ungarischen Luftstreitkräfte bildete.
Flugzeuge der Jagdstaffeln „Dongó“ (Hummel) und „Kőr Ász“ (Herz-Ass) in Kecskemét, 1938.
Im Jahr 1943 wurde er zum Major befördert. In dieser Funktion diente er in der Ausbildungsabteilung des Luftwaffenkommandos, wo er das Training der nächsten Pilotengeneration beaufsichtigte.
1944, als die Front näher rückte, flüchtete er nach Bayern. Diese Reise trat er gemeinsam mit seiner Verlobten an, die er später im Exil heiratete. Damit endete seine militärische Laufbahn in Ungarn. Da er unter dem neuen politischen System nicht in seinen Beruf als Pilot zurückkehren konnte, wechselte er nach dem Krieg ins zivile Leben und arbeitete als Statistiker.
Quellen (in ungarischer Sprache):
Kenyeres Dénes: A kecskeméti repülőtér története (Die Geschichte des Flugplatzes Kecskemét)
B. Stenge Csaba: In memoriam Michna György (Datenbank der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, MTA)